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Projekthaus Hamburg
Rede 2013-02-08 # Hanseatische Gesellschaft für Wasserfarbenmalerei.


von Hajo Schiff:

Ladies und Gentlemen,
ehrenwerte Mitglieder der Gesellschaft,
geschätzte Connaisseurs und Gäste,.

Es ist mir hehre Pflicht und große Freude, heute und hier die Ausstellung der Hanseatischen Gesellschaft für Wasserfarbenmalerei mit einigen Worten eröffnen zu dürfen. Möge auch auf die ja noch junge Hamburger Gesellschaft in ihrem dritten Jahr ein Teil jenes Glanzes fallen, den einst Königin Victoria der „Society of Painters in Water Colours“ gnädig gewährte und per Royal Charter die immerhin schon 1805 gegründete Gesellschaft zur bis heute würdig in der Bankside Gallery aktiven „Royal Watercolour Society“ erhob. Gleich neben der Tate Modern tradiert diese educational charity die ernsthafte Auseinandersetzung mit einem manchmal leider etwas unterschätzen Medium, das ja so viel mehr sein kann, als hobbymäßiges Gepinsel, mit dem die Gartenliebhaberin ihre Sonnenblumen gefühlvoll aufs Paper impressioniert.

Ja, Ladies und Gentlemen, falls Sie hier in unserer Ausstellung ihren Augen nicht trauen oder ohnehin meine bescheidene Kompetenz in dieser Sache zu recht bezweifeln, lassen wir uns doch – trotz der schon in der Einladungskarte bewusst zitierten Farben der Hamburger Corporate Idendity – oder vielleicht gerade wegen der Kombination von blau und Rot – von einer Auswahl der Themen der Veranstaltungen der „Royal Watercolour Society“ an der Themse eine Idee geben, wie umfangreich das Gebiet der Wasserfarben ist: Alle im Folgenden zitierten Seminarthemen werden allein im ersten Quartal dieses Jahres behandelt.

Zurzeit läuft der Kurs: „Abstracting the Landscape“. Es scheint um etwas zu gehen, was mit Wasserfarben immer schon gemacht wurde, jene leicht und schnell überall, besonders auch auf Reisen verfügbare Technik, in einer Skizze die Farb-Stimmung zu notieren. Sie mögen das hier bei Ralf Jurszo finden, auch wenn bei einem eher konzeptuellen Künstler der tradierte Begriff der Landschaft nicht unvergiftet zu haben ist: In diesem Fall sind dessen fremdartige Ansichten gleich mehrfach abstrakt, gehen sie doch auf die doppelte mediale Brechung zurück, die das Übertragen eines Landschafts-Abbilds einer fernen Region durch dort positionierte Internet- Web-Cameras bedeutet.

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